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08.12.2016
Bonus Cap-Zertifikat auf Enel: Ziele angehoben - Digitalisierungsoffensive - Zertifikateanalyse
DZ BANK
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www.zertifikatecheck.de
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Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Enel (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) ein Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000DGL5CY9/ WKN DGL5CY) mit dem Basiswert Enel vor.
Die italienische Enel sei eine multinationale Gruppe und ein führender, integrierter Marktteilnehmer im Energie- und Gasmarkt in Europa und Lateinamerika. Der italienische Staat halte einen bedeutenden Anteil am Unternehmen. Eine wichtige börsennotierte Tochtergesellschaften sei die spanische Endesa.
Das Strategie-Update 2017 - 2019 des italienischen Energiekonzerns Enel habe positiv bezüglich der Anhebung der Ergebnisziele und der Ausweitung der Sparmaßnahmen überrascht. Die EBITDA-Ziele, die eine jährliche Wachstumsrate bis 2019 von 5% implizieren würden, seien vom Management weitgehend bestätigt worden. Die Prognosen für den Nettogewinn seien sogar vom Unternehmen für 2017 auf 3,6 (zuvor: 3,4) Mrd. Euro und für 2019 auf 4,7 (zuvor: 4,4) Mrd. Euro erhöht worden. Das Management stelle erstmals auch Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu 2 Mrd. Euro in Aussicht. Allerdings seien diese nach Unternehmensangaben daran gebunden, dass das um 2 auf 8 Mrd. Euro erhöhte Ziel für Anteilsverkäufe auch realisiert werde.
Die positive Einschätzung der Analysten für die Enel-Aktie sei durch das Strategie-Update bestätigt worden. Die geografisch breit diversifizierte Stärke bei Erneuerbaren Energien und Netzen werde ihrer Ansicht nach durch hohe Investitionen, gepaart mit Kosteneffizienz und Strukturvereinfachung weiter ausgebaut. Die Digitalisierungsoffensive helfe nach Erachten der Analysten, die gute Marktposition abzusichern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die niedrigen Bewertungsrelationen seien daher ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die größten Risiken stellen nach Einschätzung der Analysten der DZ BANK derzeit das Verfassungsreferendum in Italien (04.12.) und der US-Wahlausgang (Kehrtwende Energiepolitik, Entwicklung in Lateinamerika) dar.
Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in der Aktie stünden verschiedene Zertifikate mit dem Basiswert Enel zur Verfügung, z.B. Bonuszertifikate.
Klassische Bonuszertifikate seien je nach Laufzeit und in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Merkmalen des zugrunde liegenden Basiswertes mit einer spezifischen Barriere und einem anfangs festgelegten Bonusbetrag ausgestattet. Anleger hätten die Chance auf Auszahlung mindestens eines festen Bonusbetrages am Laufzeitende, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine anfangs festgelegte Kursschwelle, die sogenannte Barriere niemals berühre oder unterschreite. Das bedeute, dass Anleger am Ende der Laufzeit auch dann mindestens den Bonusbetrag ausbezahlt bekommen könnten, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine leicht negative Wertentwicklung aufweise. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass die Barriere nicht berührt oder unterschritten worden sei. Werde diese Barriere während der Laufzeit jedoch einmal berührt oder unterschritten, würden Anleger mit dem Bonuszertifikat Verlustrisiken tragen, die mit einer Direktinvestition in den zugrunde liegenden Basiswert vergleichbar seien.
Ansprüche aus dem zugrundeliegenden Basiswert (im Fall einer Aktie: z.B. Stimmrechte, Dividenden) stünden dem Anleger nicht zu. Während der Laufzeit erhalte der Anleger keine Zinsen oder sonstigen Erträge. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger sei als der gezahlte Kaufpreis. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals sei möglich (Totalverlustrisiko).
Ein Bonuszertifikat eigne sich somit für Anleger, die in erster Linie eine Seitwärtsbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes erwarten, eine positive Rendite anstreben würden und in der Lage seien, etwaige Verlustrisiken zu tragen.
Bei Bonuszertifikaten mit Cap liege der Unterschied zu klassischen Bonuszertifikaten darin, dass der Rückzahlungsbetrag nach oben hin auf den Bonusbetrag, der auch Höchstbetrag genannt werde, begrenzt sei. D.h. eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung des Basiswerts über den Cap (obere Preisgrenze) hinaus erfolge nicht.
Anleger, die davon ausgehen würden, dass die Enel-Aktie vom 23.08.2016 bis 16.06.2017 nicht auf oder unter 3,00 EUR notieren werde, könnten mit dem DZ BANK Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DGL5CY an der Kursentwicklung der Enel-Aktie partizipieren.
Das Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DGL5CY zahle am Ende der Laufzeit (23.06.2017) einen Bonusbetrag in Höhe von 4,20 EUR, sofern die Enel-Aktie während der Beobachtungstage (23.08.2016 bis 16.06.2017) immer über der Barriere von 3,00 EUR notiere. Steige der Kurs der Enel-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 4,20 EUR hinaus, so partizipiere der Anleger des Zertifikats daran nicht. Notiere die Enel-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Beobachtungstage (23.08.2016 bis 16.06.2017) auf oder unter der Barriere von 3,00 EUR, erhalte der Anleger am Laufzeitende eine Rückzahlung, deren Höhe vom Schlusskurs der Enel-Aktie am 16.06.2017 (Referenzpreis) abhänge.
Der Rückzahlungsbetrag in EUR entspreche dem Referenzpreis unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses von 1,00. Die Rückzahlung sei auf den Höchstbetrag von 4,20 EUR begrenzt.
Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der Enel-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 4,20 EUR hinaus erfolge nicht. Ein Totalverlust trete ein, wenn der Schlusskurs der Enel-Aktie am 16.06.2017 null sei. (Ausgabe vom 30.11.2016) (08.12.2016/zc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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