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Analysen - Ausland
12.01.2018
Optionsscheine auf Tesla: Elektroautopionier muss endlich liefern - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Call-Optionsschein (ISIN DE000DM24D18/ WKN DM24D1) sowie einen Put-Optionsschein (ISIN DE000DM2JP20/ WKN DM2JP2) der Deutschen Bank auf die Tesla-Aktie (ISIN US88160R1014/ WKN A1CX3T) vor.

Bei Tesla komme die Produktion des massenmarkttauglichen Elektroautos Model 3 immer noch nicht in Schwung. Konzernchef und Gründer Elon Musk scheine dies wenig zu stören. Er verweise gerne auf die rosige Zukunft, die Tesla und der Elektroautoindustrie blühe. Die jüngsten Marktreaktionen würden jedoch zeigen, dass Anleger offenbar nicht immer der gleichen Meinung seien.

Tesla habe es schon wieder getan. Der kalifornische Elektrowagenbauer habe erneut ein selbstgestecktes Produktionsziel verfehlt. Das brisante dabei: Es gehe immerhin um den Mittelklassewagen Model 3. Mit seiner Hilfe möchte der Elektroautopionier endlich den Massenmarkt erobern und in die Riege der ganz großen Automobilkonzerne aufsteigen. Schließlich gebe es das Fahrzeug bereits ab 35.000 US-Dollar zu haben. Allerdings werde der Aufstieg in die Spitzengruppe schwierig, wenn die Produktion nicht ganz so laufe wie gewünscht.

Laut Unternehmensangaben vom 3. Januar 2018 seien im vierten Quartal 2017 gerade einmal 2.425 Fahrzeuge des Model 3 vom Band gelaufen. Tesla möchte irgendwann 5.000 Autos pro Woche herstellen. Dieses Ziel sei jedoch bis zur Jahresmitte 2018 verschoben worden. Ende des zweiten Quartals solle es endlich soweit sein. Zum Ende des ersten Quartals wolle man immerhin bereits 2.500 Autos des neuen Hoffnungsträgers pro Woche vom Band laufen lassen. Auf Unternehmensseite habe man sich optimistisch gezeigt, dieses Ziel erreichen zu können, da zum Ende des vergangenen Jahres viele Engpässe in der Produktion des Model 3 hätten beseitigt werden können und die Produktionsraten deutlich gestiegen seien. Außerdem seien Mitarbeiter von der Produktion der anderen beiden Modelle S und X abgezogen worden, um bei der Herstellung des Model 3 zu helfen.

Optimistisch habe auch die Gesamtproduktion gestimmt. Im Schlussquartal 2017 habe Tesla insgesamt 29.870 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Das Model S sei 15.200 Mal an Kunden übergeben worden, während 13.120 Autos des Model X an den Mann gebracht worden seien. Bei den Modellen S und X sei somit im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 27 Prozent erzielt worden. Zudem sei es ein neuer Verkaufsrekord gewesen. Es seien 9 Prozent mehr Autos der Modelle X und S verkauft worden als zwischen Juli und September 2017, dem bisherigen Rekordquartal.

Im Gesamtjahr 2017 habe Tesla bei den Modellen X und S sogar ein Absatzplus von 33 Prozent auf insgesamt 101.312 Fahrzeuge erzielt. Entscheidend bleibe jedoch die Frage, ob Tesla endlich die Produktion des Model 3 in den Griff bekomme. Schließlich seien bereits hunderttausende Fahrzeuge vorbestellt worden. Kunden hätten schon Anzahlungen geleistet. Lange Wartezeiten könne man sich in diesem Fall nicht leisten, wenn man nicht allzu viele treue Fans des Elektrowagenbauers verprellen wolle. Zumal irgendwann auch die Produktion des strombetriebenen Sattelschleppers "Semi" hinzukomme und die Produktionsprozesse im Konzern noch undurchsichtiger würden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Tesla-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 8,38. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 17,83; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Tesla-Aktie setzen. (Stand vom 11.01.2018) (12.01.2018/oc/a/a)



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