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Zertifikate-Trends: Auf DAX-Erholung setzen


05.07.2018
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Höhere Schwankungen an den Aktienmärkten heben laut Market Maker das Geschäft mit Zertifikaten, so die Deutsche Börse AG.

"Wir haben gut zu tun", melde Manuel Tulezi. Den Händler der ICF Bank überrasche es kaum, dass Derivate auf den deutschen Aktienindex in der Umsatzstatistik ganz vorn mitgespielt hätten. Immerhin habe der DAX seit Mitte Juni fast 800 Punkte verloren. "Gleichzeitig stieg die Volatilität gemessen am VDAX-New von knapp 13 auf zwischenzeitlich über 20 Punkte." Nicht ganz unschuldig an den stärkeren Ausschlägen sei der Koalitionsstreit über den künftigen Umgang mit Flüchtlingen. Den mittlerweile erzielten Kompromiss in der Frage hätten Aktionäre mit Erleichterung quittiert. Aktuell notiere der Volatilitätsindex zwischen 17 und 18 Punkten.

Auch in den vergangenen Wochen rund hätten Anleger verstärkt zu Anlageprodukten gegriffen. Rege gekauft worden sei beispielsweise ein Discount-Zertifikat auf den hiesigen Bluechip-Index (ISIN DE000VL2LJ02/ WKN VL2LJ0) mit einer Laufzeit bis 28. September und einer Begrenzung der Rückzahlung auf 116,00 Euro. Ebenso häufig gesucht sei ein Capped-Bonus-Zertifikat auf den DAX (ISIN DE000PR77MH5/ WKN PR77MH), bei dem Käufer bis zu 19.400 DAX-Punkten profitieren würden, sofern der Index die Barriere von 9.000 Punkten bis zum 20. September dieses Jahres nicht erreiche.

Optimistisch gäben sich Derivate-Liebhaber zudem mit Blick auf europäische Aktien. Ein gefragtes Capped-Bonus-Zertifikat auf den EURO STOXX 50 (ISIN DE000PP7XR71/ WKN PP7XR7) biete dann eine zusätzliche Absicherung, wenn der Basiswert während der Laufzeit die Barriere von 2.500 Zählern nicht berühre oder unterschreite. In dem Fall würden Anleger mindestens und gleichzeitig maximal eine Rückzahlung entsprechend eines Kurses des Basiswertes von 3.500 Zählern erhalten.


Eine höhere Volatilität am Aktienmarkt sei für Investoren mit kurzem Anlagehorizont in der Regel Anlass für größeres Engagement. Viel Bewegung registriere Tulezi für ein Knock-out-Papier (ISIN DE000DD6N9P0/ WKN DD6N9P) auf den DAX mit einer Schwelle von 12.007 Punkten und einem derzeitigen Hebel von 35. Auf steigende Notierungen hätten Käufer eines DAX-Optionsscheins (ISIN DE000PP1EZ21/ WKN PP1EZ2) mit einer Knock-out-Schwelle von 15.315 Punkten gesetzt. Die Kunden der BNP Paribas hätten verstärkt einen schwächeren DAX (ISIN DE000PP329M3/ WKN PP329M) erwartet. "Der Handelskrieg belastet den deutschen Leitindex", meine Kemal Bagci.

Am Montag habe der DAX seinen 30. Geburtstag gefeiert und habe sich seit Entstehung zu einem der beliebtesten Basiswerte für Finanzprodukte weltweit entwickelt. Neben 17 Exchange Traded Funds auf den Index, die insgesamt ein Vermögen von mehr als 17 Milliarden Euro verwalten würden, würden DAX-Futures und -Optionen zu den beliebtesten Derivaten gehören. Im vergangenen Jahr habe das Handelsvolumen 21,5 Millionen Kontrakte erreicht, was einem Umsatz von 6,7 Milliarden Euro entspreche. An der Zertifikatebörse sei der Index regelmäßig der meistgehandelte Basiswert. Es gebe jeweils rund 55.000 Anlage- und Hebelprodukte sowie Optionsscheine mit dem DAX als Basiswert.

Rund um die Nachricht über das Erreichen des Produktionsziels von wöchentlich 5.000 Exemplaren des Model 3-Elektroautos verbuche Bagci Interesse an einem Long-Zertifikat auf Tesla (ISIN DE000PP8UXV2/ WKN PP8UXV) mit einer Knock-out-Schwelle von 265,66 US-Dollar. "Nun verlässt der zuständige Chef der Fahrzeug-Entwicklung Doug Field das Unternehmen." Das setze die Tesla-Aktie unter Druck.

Tulezi spreche von Nachfrage nach einem Put auf den US-Produzenten von Elektroautos (ISIN DE000HX1ZLD9/ WKN HX1ZLD). Ebenso kämen Microsoft-Optionsscheine (ISIN DE000HX11357/ WKN HX1135) häufig zum Zug.

Simon Görich von der Baader Bank melde reges Interesse an Produkten auf Wirecard (ISIN DE000UV8HU65/ WKN UV8HU6). "Als das Unternehmen zeitweise eine größere Marktkapitalisierung als die Deutsche Bank aufwies, hatten wir ansehnliche Umsätze."

Ein Zins-Zertifikat (ISIN DE0009187229/ WKN 918722) in Türkischer Lira gehöre bei Görich zu den meist gehandelten Produkten. "Kurz vor der Wiederwahl des Präsidenten hob die Zentralbank die Zinsen deutlich an, um dem Kapitalabfluss und der massiven Abwertung der türkischen Lira entgegenzusteuern." Im Juni hätten die Verbraucherpreise mit 15,4 Prozent aufs Jahr gerechnet den höchsten Wert seit 14 Jahren erreicht, wie die HSBC anmerke. Nach Veröffentlichung der Daten habe die Lira gegenüber dem US-Dollar rund 1 Prozent an Wert verloren. "Dies dürfte weiteren Druck auf die Notenbank ausüben, die Leitzinsen zu erhöhen." Die HSBC-Analysten würden eine Zinsanpassung um jeweils 125 Basispunkten am 24. Juli und im September auf dann 20,25 Prozent erwarten. (Ausgabe vom 04.07.2018) (05.07.2018/zc/a/a)



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