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Mini-Future Long auf Brent: Brent bricht nach Iran-Boykott nach oben aus - Zertifikateanalyse


05.07.2018
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt ein Mini-Future Long (ISIN DE000DD8L623/ WKN DD8L62) auf Brent Crude Future Contract vor.

Das mit Spannung erwartete OPEC-Meeting Ende Juni habe kaum neue Impulse gebracht. Wie erwartet hätten sich die Teilnehmerstaaten auf eine graduelle Anhebung der Förderquoten um 1 Million Barrel pro Tag verständigt. Marktbeobachter und Analysten hätten dies im Vorfeld erwartet, obgleich einige OPEC-Mitglieder auf eine etwas geringere Anhebung der Produktionskapazitäten gedrängt hätten. Für Saudi-Arabien und Russland als einflussreichste Mitglieder der neu formierten Allianz von OPEC-Staaten und weiteren Mitgliedern außerhalb des Preiskartells sei das Abkommen aus politischer Sicht ein wichtiger Erfolg gewesen. Denn trotz der leichten Anhebung der Ölproduktion bleibe das ursprünglich vereinbarte Rahmenabkommen über Förderkürzungen bei OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten weiter formal in Kraft. Damit habe das Zweckbündnis die Möglichkeit, bis zum Auslaufen der Rahmenvereinbarung Anfang 2019 je nach Gemengelage erneut in das Geschehen eingreifen zu können.

Während das OPEC-Meeting an den Terminmärkten unbeachtet geblieben sei, habe US-Präsident Trump mit einer spektakulären Ankündigung für Aufsehen gesorgt: Demnach drohe man Ländern, die künftig Öl aus dem Iran beziehen würden, mit empfindlichen Sanktionen. Damit mache Trump seine Drohung wahr, den Iran für die Weiterführung des Atom-Programms zu bestrafen. Die US-Drohung bedeute faktisch eine Ausgrenzung des Iran vom internationalen Ölhandel, womit die Wirtschaftssanktionen gegen den viertgrößten OPEC-Produzenten de facto wieder in Kraft treten würden. Damit sollte sich die Situation auf dem Ölmarkt wieder deutlicher in Richtung der Öl-Bullen verschieben. Denn ab November dieses Jahres falle der Iran damit als Öl-Exporteur aus. Da viele kleine und mittlere Ölproduzenten wie der Irak, Libyen und insbesondere Venezuela massive Probleme mit der oftmals maroden Ölinfrastruktur hätten, würden Experten des Researchhauses Wood Mackenzie durch den OPEC-Beschluss von keiner nennenswerten Belebung auf der Angebotsseite ausgehen.


Gute Vorzeichen also für weiter steigende Notierungen. Da sich die Öllagerbestände in vielen Industrieländern weiter auf niedrigem Niveau befinden würden, sollte die Ölnachfrage weiter hoch bleiben. Vor allem Emerging Markets wie China stünden trotz des eskalierenden Handelskonflikts mit den USA weiter auf der Käuferseite. Die für Mai veröffentlichten Importdaten für China würden mit 9,2 Millionen Barrel einen Wert knapp unter dem Rekordniveau von 9,6 Millionen Barrel ausweisen. Sollte die US-Regierung ihre Drohung von Importzöllen auf Waren aus Europa und China wahr machen, könnte dies auch negative Folgen für den Ölpreis haben.

Diese Einschätzung vertrete unter anderem Mike Wirth, Vorstandschef des US-Ölmultis Chevron. Ob und wann sich eine Umkehr der Angebots- und Nachfragesituation am Ölmarkt tatsächlich materialisiere, bleibe abzuwarten. Die Experten von Goldman Sachs würden derzeit noch keinen Handlungsbedarf sehen und ihr kurzfristiges Kursziel von 82,50 USD bei Brent Crude Oil bestätigten. Allerdings würden die Experten im weiteren Jahresverlauf von einer Abschwächung der Notierungen bis in den Bereich von 75 USD ausgehen.

Brent Crude Oil habe das zuletzt skizzierte Bull-Szenario der Analysten bestätigt. Im Anschluss an das OPEC-Meeting und den News-Impuls durch die US-Drohungen gegen den Iran sei Brent dynamisch aus der mehrwöchigen Trading-Range zwischen 70 und 75 USD nach oben ausgebrochen. Übergeordnet stünden die Zeichen damit nach ihrer Einschätzung auf Trendfortsetzung. Kurzfristig sollte der Breakout auf ein neues Jahreshoch bei 80 USD eine weitere dynamische Aufwärtsbewegung einleiten. In diesem Zusammenhang biete es sich an, den Stop-Kurs für bestehende Long-Positionen von 71,00 auf 73,50 USD nach oben anzupassen.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stünden verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,186 US-Dollar und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,18 USD. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, komme es zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals. (Ausgabe vom 04.07.2018) (05.07.2018/zc/a/a)




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