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Endlos Turbo Long-Zertifikat: Brent beweist Bullenqualitäten und bricht nach oben aus - Zertifikateanalyse


08.01.2018
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Salesteam stellt ein Endlos Turbo Long-Zertifikat (ISIN DE000DD2XGL3/ WKN DD2XGL) auf den Brent Crude Oil Future-Kontrakt vor.

Beeindruckend stark hätten sich die Notierungen bei Brent Crude Oil in den vergangenen Wochen zum Jahresende hin entwickelt. Unter anderem hätten die weiter anziehende Ölnachfrage seitens vieler Industrieländer und Produktionsausfälle einiger bedeutender Ölförderländer für Support gesorgt. Technisch habe sich das Bild bei Brent Crude Oil nach dem Breakout aus der mehrmonatigen Seitwärtsrange nach Einschätzung der Analysten ebenfalls weiter aufgehellt, wobei das Chartbild nach dem Range-Breakout auf eine Trendfortsetzung hindeute.

Die von vielen Marktteilnehmern argwöhnisch betrachtete Verlängerung der Förderkürzungsmaßnahmen seitens der OPEC und einiger bedeutender anderer Ölförderländer scheine sich auszuzahlen. Denn der Ölpreis habe sich seit dem Ende November vergangenen Jahres gefassten Beschluss, die Förderkürzungen um weitere neun Monate bis Ende des Jahres 2018 zu verlängern, bislang unerwartet stark entwickelt. Angesichts eines für Ende Juli anberaumten Review-Treffens der OPEC, im Rahmen dessen über eine weitere Fortsetzung der auch innerhalb der Unterzeichnerstaaten umstrittenen Stützungsmaßnahmen entschieden werden solle, habe es seitens vieler Rohstoffanalysten Zweifel darüber gegeben, ob die Verlängerung tatsächlich nachhaltige Wirkung entfalten könne. Moniert worden sei auch die lediglich auf neun weitere Monate terminierte Verlängerung, zumal man im Vorfeld von einer Verlängerung bis Ende März 2019 ausgegangen sei.

Dass sich mit Libyen und Nigeria zwei weitere bedeutende OPEC-Staaten, die bislang aufgrund der angespannten Wirtschaftslage beider Länder nicht an den Förderkürzungen beteiligt gewesen seien, angeschlossen hätten, sei hingegen an den Terminmärkten positiv zur Kenntnis genommen worden. Auch die Tatsache, dass die OPEC mit umfangreichen Monitoring-Maßnahmen eine Einhaltung der Regelungen sicherstelle, scheine sich auszuzahlen. Entsprechend habe sich die Ölproduktion der OPEC im November 2017 um 914.000 auf 32,35 Mio.Barrel pro Tag verringert, womit das Ziel einer Förderkürzung von 1,2 Mio. Barrel pro Tag seitens der OPEC-Staaten fast erfüllt worden sei.

Nach Aussage des Förderkartells wolle man die Einhaltung der Förderkürzungen in Zusammenarbeit mit den Teilnehmerstaaten auch im neuen Jahr weiter konsequent überwachen und damit einen maßgeblichen Beitrag zur Stabilisierung der Ölpreise leisten. Auch die Sorge über ein plötzliches Ausscheren einiger bedeutender Ölproduzenten wie Russland Ende Juli dieses Jahres scheine nach Aussage einiger hochrangiger OPEC-Mitglieder nicht gerechtfertigt zu sein. Denn sowohl Russland als auch einige andere Ölproduzenten hätten für den Fall der Fälle eine schrittweise Erhöhung der Fördermengen in Aussicht gestellt, um die Auswirkungen auf die Terminmärkte abzufedern.


Positive Impulse seien für Rohöl auch von der Nachfrageseite gekommen. Denn viele Industriestaaten seien angesichts schwindender Lagerbestände zu höheren Ölimporten gezwungen. Laut Statistik hatten sich die Öllagerbestände der OECD-Mitgliedstaaten zuletzt weiter deutlich verringert, was die Ölnachfrage nach Einschätzung der International Energy Agency (IEA) in 2018 um 1,3 Mio. Barrel pro Tag erhöhen dürfte. Als einer der Hauptabnehmer für Brent Crude Oil habe sich im vergangenen Jahr erneut China erwiesen, wobei die Ölimporte im Schnitt bei rund 8,5 Mio. Barrel pro Tag gelegen hätten, so eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters. Da zuletzt zahlreiche neue Raffinerien im Reich der Mitte in Betrieb genommen worden seien, dürften die Ölimporte in 2018 nach China einen neuen Rekordstand erreichen, so die Einschätzung von Reuters.

Auch kurzfristig gestalte sich das Umfeld für den Ölpreis weiterhin bullisch. Unter anderem würden die jüngsten Proteste der Bevölkerung im Iran gegen die Politik des Regimes für Verunsicherungen sorgen. Sollten sich die innenpolitischen Konflikte im Iran weiter verschärfen, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Ölexporte des drittgrößten Produzenten der OPEC haben, so die Argumentation einiger Rohstoffanalysten.

Auch die mittlerweile behobenen Engpässe bei einer Ölpipeline in der Nordsee hätten zuletzt beim Ölpreis für Auftrieb gesorgt. Weiterhin außer Betrieb befinde sich eine der wichtigsten Ölpipelines in Libyen, die knapp 100.000 Barrel pro Tag zum wichtigsten Hafenterminal des Landes in Es-Sider transportiere. Da sich die Wartungsarbeiten voraussichtlich bis März hinziehen würden, dürften die Ölexporte aus Libyen weiter gedeckelt bleiben. Auch aus Nordamerika seien zum Jahresende einige positive Signale gekommen. So hätten sich die US-Öllagerbestände in der letzten Woche des Jahres unerwartet deutlich um 4,4 Mio. Barrel verringert, während die Ölproduktion in Nordamerika leicht von 9,79 Mio. auf 9,75 Mio. Barrel zurückgegangen sei.

Das von den Analysten gesehene übergeordnet bullische Szenario sei bei Brent Crude Oil mit dem Breakout aus der mehrmonatigen Seitwärtskonsolidierung eindrucksvoll bestätigt worden. Im Anschluss hätten die Analysten eine Stabilisierung der Notierungen bei Brent über dem Breakout-Level gesehen, was sie bullisch bewerten würden. Kurzfristig scheine die Situation jedoch etwas überkauft, weshalb ihres Erachtens aktuell kurzfristige Gewinnmitnahmen einkalkuliert werden sollten. Entsprechend biete es sich an, die Positionierung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Für bereits länger bestehende Long-Positionen biete sich aus ihrer Sicht weiterhin eine Risikotoleranz (Stop) im Bereich der Marke von 60 USD an. Für im Bereich der Marke von 63,60 USD eröffnete Long-Positionen biete es sich ihrer Meinung nach an, den Stop auf Einstand nachzuziehen.

Angesichts der zuletzt gesehenen Trendbeschleunigung der letzten Handelstage im Anschluss an den Chart-Breakout seien nach Erachten der Analysten in den kommenden Handelstagen Notierungen im Bereich der Marke von 70 USD möglich. In diesem Fall würden sich Teilgewinnmitnahmen anbieten.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell 59,14 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 05.01.2018) (08.01.2018/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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