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Endlos Turbo Long 59,06 Open End auf Brent-Öl: Neues Jahreshoch voraus! - Zertifikateanalyse


21.12.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in das Brent-Öl einen Endlos Turbo Long 59,06 Open End (ISIN DE000DD2XGL3/ WKN DD2XGL) mit dem Basiswert Brent Crude Future Contract vor.

Brent Crude Oil habe sich nach der kürzlich erfolgten Verlängerung des Förderkürzungs-Abkommens durch die OPEC und weitere wichtige Ölförderländer weiter stabilisiert. Dabei falle auf, dass negative Nachrichten wie eine weitere Erhöhung der Ölproduktion der US-Fracking-Industrie kaum für Abwärtsdruck sorgen würden. Übergeordnet befinde sich Brent weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend, wobei die kurzfristige Chartsituation nach Einschätzung der Analysten einen baldigen Ausbruch auf ein neues Jahreshoch sehr wahrscheinlich mache.

Die kürzlich beschlossene Verlängerung der Förderkürzungen durch die OPEC und wichtige Ölproduzenten außerhalb des Kartells wie Russland bis Ende 2018 habe für Aufatmen an den Terminmärkten gesorgt. Nachdem einige Analysten im Vorfeld der turnusmäßigen Sitzung in Wien Zweifel geäußert hätten, dass sich die Teilnehmerstaaten erneut auf eine Verlängerung des Abkommens einigen würden, hätten sich die Notierungen bei Brent Crude Oil nach anfänglichen Gewinnmitnahmen zuletzt wieder fester gezeigt. Dennoch bleibe die Lage am Ölmarkt weiter unübersichtlich, zumal einige große Öl-Förderländer einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Abkommen erwägen würden.

Auch die OPEC-Staaten scheinen derzeit uneins über die Verlängerung der Stützungsmaßnahmen, so die Analysten der DZ BANK. Dies lasse eine Erklärung von Essam Al-Marzouq, dem Ölminister von Kuwait, vermuten. Nach Aussage des Ministers würden einige OPEC-Staaten sowie Russland ein vorzeitiges Ende des Abkommens ins Auge fassen. Voraussetzung dafür sei eine Stabilisierung von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt. Sollte dies der Fall sein, könnte das bis Ende 2018 terminierte Abkommen bereits im Rahmen des für Juni geplanten OPEC-Gipfels vorzeitig auslaufen, so Al-Marzouq.

Unter anderem habe Russland als größter Produzent außerhalb der OPEC im Vorfeld auf massive Nachteile für die heimische Ölindustrie und den russischen Staatshaushalt verwiesen, welche die Förderkürzungen mit sich bringen würden. Entsprechend dürfte Russland auf eine vorzeitige Beendigung des Abkommens drängen. Auch andere OPEC-Schwergewichte könnten nach Auffassung von Analysten an einem vorzeitigen Auslaufen des Abkommens interessiert sein. Denn Staaten wie der Irak, Libyen, Nigeria oder der Iran seien auf hohe Einnahmen aus dem Ölgeschäft angewiesen, um die klammen Staatskassen weiter zu füllen. Als Stein des Anstoßes würden viele Ölproduzenten auch die Tatsache sehen, dass die US-Fracking-Industrie angesichts weiter steigender Fördermengen von steigenden Ölpreisnotierungen profitiere, ohne selbst einen Beitrag zu leisten.

Ein Blick auf die jüngsten Produktionsdaten in den USA liefere Wasser auf die Mühlen der OPEC-Skeptiker. Denn in der vergangenen Woche sei mit 9,70 Millionen Barrel pro Tag ein neuer Rekordstand bei der US-Ölproduktion markiert worden. Auch die Zahl der Ölförderplattformen steige laut der wöchentlichen Statistik des US-Ölfeldservice-Dienstleisters Baker Hughes weiter an und habe mit einem Plus von 2 auf 931 ein neues Zwischenhoch markiert. Dieser Trend sollte sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiter fortsetzen, zumal sich die Fracking-Branche überraschend schnell von den Auswirkungen der US-Hurrikansaison erholt habe.


Allerdings treffe die steigende Ölproduktion auch auf eine deutlich höhere Nachfrage. Denn angesichts weiter bestehender Kapazitätsengpässe bei Raffineriebetreibern werde Öl zur Herstellung von Kraftstoffen stark nachgefragt. Entsprechend sei im Rahmen der wöchentlichen Statistik der Öllagerbestände zuletzt ein Rückgang um 3,4 Millionen Barrel ausgewiesen worden. Nach Einschätzung des Analystenhauses Morgan Stanley dürfte sich dieser positive Nachfragetrend auf dem US-Ölmarkt weiter verstärken. Daher würden die US-Rohstoffanalysten für 2018 eine weiter steigende Ölnachfrage in Nordamerika in Aussicht stellen, die das Angebot deutlich übersteigen dürfte.

Auf Sicht von einigen Monaten scheinen die Aussichten auf eine weitere Stabilisierung der Ölpreisnotierungen unserer Einschätzung nach weiter intakt, so die Analysten der DZ BANK. Denn viele Industriestaaten würden sich angesichts schwindender Öllagerbestände gezwungen sehen, das aktuelle Preisniveau für Käufe zu nutzen. Auf der Käuferseite sei unter anderem China zu finden, wobei die Ölimporte im Reich der Mitte laut Statistik im November mit 9,01 Millionen Barrel pro Tag den bislang zweithöchsten Stand überhaupt markiert hätten.

Auch in anderen Emerging Markets wie Indien sei zuletzt ein signifikantes Plus von 27% bei den Öl-Importdaten für November ausgewiesen worden. Demgegenüber habe die Ölproduktion, nicht zuletzt aufgrund der schärferen Compliance, zumindest was die OPEC-Staaten betreffe, weiter verringert werden können. Laut Statistik sei der Output der OPEC-Staaten im vergangenen Monat um 300.000 Barrel pro Tag gesunken. Dies zeige, dass die von der OPEC verfolgte Strategie Früchte trage und eine nachhaltige Stabilisierung der Ölpreisnotierungen gewährleiste. Insofern sollten sich die Notierungen bei Brent Crude Oil auf absehbare Zeit über der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD behaupten können.

Die jüngste Marktreaktion auf den temporären Ausfall einer wichtigen Ölpipeline in Großbritannien zeige, dass man das Breakout-Szenario der Analysten weiter auf dem Schirm haben sollte. Zwar sei der Aufwärtsimpuls aus der Seitwärtsrange wieder abverkauft worden. Der Rücksetzer sei jedoch umgehend mit Käufen beantwortet worden, was bullisch zu werten sei.

Die Analysten würden es daher als sinnvoll erachten, ihr Breakout-Szenario entsprechend den neuen Gegebenheiten anzupassen: Für bestehende Long-Positionen biete sich weiterhin eine Risikotoleranz (Stop) im Bereich der Marke von 60 USD an. Darüber hinaus könne auf dem aktuellen Niveau im Bereich von 63,60 USD die Eröffnung einer neuen Long-Position interessant sein. Hierfür biete sich eine enge Risikotoleranz im Bereich des zuletzt markierten Zwischentiefs bei 62 USD an.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell 59,06 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 20.12.2017) (21.12.2017/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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