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WAVE XXL-Optionsscheine auf Volkswagen: Schon zu spät? - Optionsscheineanalyse


21.09.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen WAVE XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM61PT4/ WKN DM61PT) sowie einen WAVE-XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM47UP1/ WKN DM47UP) der Deutschen Bank auf die Vorzugsaktie des Automobilherstellers Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) vor.

Die deutschen Automobilkonzerne hätten sich in Bezug auf die "Elektrifizierung der Automobilindustrie" ambitionierte Ziele gesetzt. Besonders optimistisch klinge in dieser Hinsicht Volkswagen. Allerdings sei fraglich, ob ausgerechnet Konzerne wie Daimler, BMW und Volkswagen in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren zur Speerspitze im Bereich E-Mobilität zählen würden, nachdem sie diesen Bereich in den vergangenen Jahren eher sträflich vernachlässigt hätten.

Am 11. September 2017, am Vorabend der 67. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt, habe VW-Chef Matthias Müller einige ambitionierte Ziele des Konzerns vorgestellt. Bis 2025 würden die Konzernmarken 80 neue Elektrofahrzeuge (50 reine E-Fahrzeuge und 30 Plug-In-Hybride) auf den Markt bringen wollen. Allein 23 Marken wolle die Kernmarke Volkswagen liefern. Mehr als 20 Mrd. Euro sollten investiert werden.


Mit der "Roadmap E" hätten sich die Wolfsburger laut eigenen Angaben die umfassendste Elektrifizierungsoffensive in der weltweiten Automobilindustrie auf die Fahnen geschrieben. Bis spätestens 2030 wolle Volkswagen sein gesamtes Modellportfolio durchgängig elektrifizieren. Das heiße: Spätestens dann werde es laut Unternehmensangaben von jedem der rund 300 Konzernmodelle mindestens eine elektrifizierte Variante geben, über alle Marken und Märkte hinweg.

Das Problem für VW: Genauso wie bei den anderen großen deutschen Automobilherstellern BMW und Daimler sei vieles Zukunftsmusik. Während die Konkurrenz längst attraktive Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht habe, würden die deutschen Hersteller hinterherhinken. Der auf der IAA präsentierte Elektro-SUV I.D.CROZZ solle erst 2020 in Serie gehen. Andere Modelle kämen noch später. Deutsche Hersteller wie VW seien zwar in der Lage, den Rückstand im Bereich Elektromobilität aufzuholen. Schließlich würden sie sich nicht umsonst seit Jahrzehnten an der Branchenspitze befinden. Es werde jedoch kein leichtes Unterfangen. Den etablierten Automobilkonzernen mache vor allem Tesla Dampf.

Während Volkswagen viel Geld für Investitionen und neue Modelle in die Hand nehmen müsse, um auf dem Zukunftsmarkt E-Mobilität nicht abgehängt zu werden, kämpfe das Unternehmen bereits heute mit vielen Herausforderungen. Allen voran gehöre die immer noch nicht aus der Welt geschaffte Diesel-Affäre dazu. Zumindest könne man sich jedoch darüber freuen, dass die US-Amerikaner dem Konzern offenbar verziehen hätten. Laut Unternehmensangaben vom 11. September habe die Marke Volkswagen im August 9,0 Prozent mehr Autos auf dem US-Markt als im Vorjahresmonat verkauft.

Zwischen Januar und August liege das Plus bei 6,4 Prozent. Andere frühere Krisenregionen wie Russland oder Brasilien hätten sich zuletzt ebenfalls erholt. Dafür habe der Autoverkauf in Europa gestottert. Dies habe Anleger zuletzt jedoch wenig gestört. Ihnen gefalle offenbar der Umstand, dass VW eine große Umstrukturierung plane und nicht zum Kerngeschäft gehörende Teile abstoßen möchte. In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" am 7. September habe Konzernchef Müller gesagt, dass ein neues Team an einem solchen Verkauf arbeiten würde, was der Volkswagen-Aktie letztlich etwas Schwung verliehen habe.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Volkswagen-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 7,9, die Knock-Out-Schwelle bei 126,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 6,13; Knock-Out-Schwelle bei 151,05 Euro) auf fallende Kurse der Volkswagen-Aktie setzen. (Stand vom 19.09.2017) (21.09.2017/oc/a/d)




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