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Zertifikate-Handel: Das hohe Interesse an Tesla - Hoffen auf die Wende nach Crash


20.01.2023
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das neue Jahr fängt auch im Zertifikatehandel gut an, so die Deutsche Börse AG.

"Der Start ist erfreulich", berichte Patrick Kesselhut von Société Générale. "Das Umfeld ist momentan positiv", ergänze der Zertifikate-Experte mit Blick auf den DAX, der in diesem Jahr schon fast 8 Prozent zugelegt habe. "Es ist durchaus einiges los", erkläre auch Markus Königer von der ICF Bank. Er bezeichne die Stimmung als "neutral bis gut".

"Neues Jahr, alte Themen: Ukraine- und Energiekrise, Lieferkettenprobleme, höhere Zinsen", bemerke Simon Görich von der Baader Bank. Investoren würden seiner Einschätzung nach daher derzeit meist abwarten. "Sie sind momentan entweder eher trendfolgend oder als Daytrader unterwegs." Daher rühre ein Fokus auf Hebelprodukte.

Was die Basiswerte angehe, drehe sich das Meiste - wie immer - um den DAX. Kesselhut nenne daneben noch NASDAQ, Dow Jones, Gold, Euro/US-Dollar und Brent als vielgehandelte Underlyings. "Auffällig ist aber auch das hohe Interesse an Tesla." Auch bei der ICF Bank gehöre der US-Autobauer zu den Favoriten, nur Produkte auf den DAX hätten laut Königer in den vergangenen vier Wochen noch höhere Umsätze aufgewiesen. "Danach folgen auf unserer Umsatzliste NASDAQ, Öl, S&P und Gold. Erst dann kommt mit Bayer der erste deutsche Wert." Laut Görich würden neben dem DAX auch die Themen CO2, Öl und Gold zur Absicherung gespielt.

Im November sei das Gesamtvolumen des deutschen Markts für Anlage- und Hebelprodukte im Vergleich zum Vormonat um 8,8 Prozent gewachsen und habe 80,5 Mrd. Euro erreicht. "Dies war der höchste Stand seit November 2014", habe der Deutsche Derivate Verband (DDV) laut Börsen-Zeitung Anfang dieser Woche mitgeteilt. Zum Vergleich: Vor der Finanzkrise habe das Volumen noch bei 139 Milliarden Euro gelegen - ein Rekordwert. Mit der Insolvenz von Lehmann habe sich das Volumen dann aber halbiert.

Auf die DAX-Entwicklung werde mit Anlage- und Hebelprodukten gesetzt. Ganz oben auf der Umsatzliste stehe bei Société Générale ein Tracker-Zertifikat (ISIN DE000CJ8M7K3/ WKN CJ8M7K) auf den Deutschen Aktienindex. "Wir sehen aber auch viele Discount-Zertifikate, etwa eines (ISIN DE000PE241L5/ WKN PE241L) mit Cap von 10.000 Punkten und Maximalrendite von 4,5 Prozent p.a.", erkläre Kesselhut. Unter den Hebelprodukten sei ein Open-End-Knock-Out-Call (ISIN DE000SQ07SC6/ WKN SQ07SC) sehr beliebt.


Bei der ICF Bank gehe bezüglich der großen Indices vor allem in Hebelprodukten viel um, etwa in Open-End-Knock-Out-Puts (ISIN DE000DV4JUB8/ WKN DV4JUB) und -Calls (ISIN DE000DW7DBL2/ WKN DW7DBL, ISIN DE000DW8W8B9/ WKN DW8W8B) auf den DAX, aber auch in Open-End-Knock-Out-Calls (ISIN DE000PH1DY12/ WKN PH1DY1) auf den NASDAQ. "Beim NASDAQ sehen wir fast nur Hebelprodukte (ISIN DE000SN87MY2/ WKN SN87MY)", bemerke Kesselhut von Société Générale. "Unter unseren Top 20 ist nur ein Anlageprodukt."

Unterdessen locke die Schwäche der Tesla-Aktie viele in Tesla-Zertifikate - immerhin sei der Kurs von über 400 auf aktuell 129 US-Dollar gefallen. "Die Marktkapitalisierung ist zwar noch immer weit über der der deutschen Autobauer, nähert sich dieser aber an", stelle Kesselhut fest. Nachdem es zuvor überwiegend Short-Produkte auf Tesla gegeben habe, beobachte er nun einen kleinen Überhang an Long-Produkten. Viel gehandelt werde etwa ein Mini-Future-Call (ISIN DE000SQ54PK7/ WKN SQ54PK) mit Hebel von 3. Als Basiswerte seien neben Tesla noch BASF, Deutsche Bank, Volkswagen, thyssenkrupp, Commerzbank, Mercedes-Benz, Amazon.com und Meta Platforms gefragt.

Das Interesse an US-Werten sei nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich sei hingegen, dass zunehmend chinesische Aktien in den Umsatzlisten auftauchen würden, wie Königer registriert habe. "Die chinesischen Autobauer Nio (ISIN DE000HG6J1U7/ WKN HG6J1U) und BYD (ISIN DE000TT7FA01/ WKN TT7FA0) - die hat man vorher nicht gesehen." Er spreche von insgesamt "ausgesuchteren Investments". "Manchmal stecken Empfehlungen dahinter, manchmal haben Anleger aber auch selbst genaue Ideen."

Umsatzstärkstes Einzelprodukt bei der ICF sei in den vergangenen vier Wochen ein bullisher Optionsschein (ISIN DE000TT8DRP4/ WKN TT8DRP) auf Apple gewesen. Viel um gegangen sei aber auch in Open-End-Knock-Out-Calls auf Vitesco (ISIN DE000HG4J140/ WKN HG4J14) und - auch hier - Tesla (ISIN DE000TT2NPS4/ WKN TT2NPS) sowie Call-Optionsscheinen (ISIN DE000TT44ZX2/ WKN TT44ZX) auf Amazon.com. Görich habe zuletzt Interesse an einem Faktor-Tracker-Long-Zertifikat (ISIN DE000SQ3K5S8/ WKN SQ3K5S) auf Taiwan Semiconductor beobachtet.

Doch nicht nur im Aktienmarkt sei zuletzt viel los gewesen, viel Bewegung habe es auch im US-Dollar gegeben: Nachdem das Währungspaar Euro/US-Dollar im Sommer die Parität erreicht habe, zeige sich die Gemeinschaftswährung nun fester: Für einen Euro müssten wieder 1,08 US-Dollar gezahlt werden. "Hier werden viele Turbos (ISIN DE000SQ5TTT8/ WKN SQ5TTT) gehandelt", stelle Kesselhut fest. Der Ölpreis sei weit von seinen Hochs aus dem vergangenen Jahr entfernt, im Dezember und Anfang Januar sei der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sogar kurzzeitig unter 80 US-Dollar gerutscht. Am Donnerstagmorgen seien es 84 US-Dollar. Meistgehandeltes Produkt bei Société Générale sei ein Knock-Out-Put (ISIN DE000SQ6HCL4/ WKN SQ6HCL) auf Brent.

Auch Zertifikate auf Gold kämen gut an. Immerhin sei der Preis für die Feinunze von rund 1.600 US-Dollar im November auf aktuell 1.909 US-Dollar geklettert - vor allem getrieben vom wieder schwächeren US-Dollar. Vielen sei der Anstieg offenbar aber zu weit gegangen. Beliebtestes Produkt bei Société Générale sei ein Faktor-Tracker-Short-Zertifikat (ISIN DE000SH3N6L7/ WKN SH3N6L) auf Gold. Mit diesem werde mit Hebel 5 auf einen fallenden Goldpreis gesetzt.

Wieder etwas mehr Beachtung fänden Kryptowährungen. Der Bitcoin habe zuletzt etwas zugelegt und koste aktuell wieder 20.850 US-Dollar (Stand 19.01.2023). Im Tief im November seien es weniger als 16.000 US-Dollar gewesen. Zu den meistgehandelten Produkten bei der ICF Bank gehöre das Tracker-Zertifikat (ISIN CH1171791515/ WKN A2URRU) auf Der Aktionär Krypto TSI. Dem Zertifikat des Anlegermagazins liege der Trend-Signal-Indikator TSI zugrunde, der auf dem Prinzip der Relativen Stärke basiere. Aus einem Pool von Kryptowährungen werde automatisch und nach festen Regeln in die zehn trendstärksten Kryptos investiert. (Ausgabe vom 19.01.2023) (20.01.2023/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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